Grammatikwerkstatt
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Von Cordula Atzhorn
Unsere Schüler und Schülerinnen können zu wenig und vergessen zu schnell.
Diesen Eindruck kann man gewinnen, wenn man die Pressemitteilungen, in den letzten Jahren verfolgt. Sicher sind diese provokanten Thesen in Frage zu stellen, sicherlich lässt sich aber ein Defizit in den Bereichen Kommunikationsfähigkeit, Teamkompetenz und Methodentraining feststellen. (vgl. Klippert, Müller 2003).
Methodische Verfahrensweisen gezielt anzubieten und im Wochenplan oder im Werkstattunterricht zu festigen, scheint Gebot der Stunde.
Doch was heißt Werkstattunterricht?
„Werkstattunterricht entsteht aus einem vom Lehrer organisierten offenen Arrangement von Lernsituationen und Materialien, bei dem die Schüler Mitbestimmungsmöglichkeiten bezüglich Arbeitsformen und -inhalten haben. So werden Schülerinteressen, -bedürfnisse und -initiativen zum bestimmenden Moment schulischen Lernens.“ (Reichen) Kennzeichnend für den Werkstattunterricht ist das handelnde, forschende, erprobende, aber auch, und dies insbesondere, das übende Element. Die Schüler und Schülerinnen üben einerseits den zu erschließenden, bzw. bereits erschlossenen Inhalt, andererseits aber auch eine Vielzahl an Methoden. Diese Methoden können dann in einem weiteren Schritt auf die Lernstrategien der einzelnen Schüler und Schülerinnen reflektiert werden.
Für den Unterricht ergeben sich bei Werkstattarbeit folgende Herausforderungen:
• Handlungsrelevante Erfahrungen und Einsichten statt formales grammatikalisches Wissen vermitteln
• Mündliche und schriftliche Sprache in realen Sprach- und Kommunikationssituationen untersuchen und anwenden
• Den Reichtum der Sprache und das Sprachgefühl weiterentwickeln
• Terminologien zur präzisen Verständigung einführen
Oder, um es mit Wolfgang Menzel zu sagen:
„… Was wir in Eigeninitiative, durch eigene Erfahrungen und mit möglicht großer Selbstständigkeit ermittelt haben, bleibt uns im Gedächtnis eher haften als das, was wir nur vermittelt bekommen (der lernpsychologische Grund). Was wir gelernt haben, sollten wir auch selbstständig überprüfen können. Das ist nur möglich, wenn wir die Verfahren kennen, mit deren Hilfe jemand zum Wissen gelangt ist (der pädagogische Grund). Und: Wie wir etwas gelernt haben, das sollte dem entsprechen, wie Menschen zu diesem Wissen gelangt sind (der erkenntnistheoretische Grund). Diese Gründe fordern geradezu heraus, Grammatik induktiv zu erlernen. … Einblick in den Bau der Sprache ist vorrangiges Ziel. …“
Im Lehrplan finden sich deshalb bei den Inhalten folgende Formulierungen:
Erproben … erkennen … erkunden … vergleichen … untersuchen … erfinden … anwenden … und erfahren.
In der vorliegenden Werkstatt werden Spiele zu folgenden Schwerpunkten angeboten:
• Wortfeld
• Adjektive
• Verben
• Satzglieder
Die einzelnen Spiele können beliebig kombiniert werden. Sie können selbstverständlich auch ihren Einsatz im Stationentraining, in der Freiarbeit oder im Wochenplan finden.
Im Anschluss an die selbst herzustellenden Spiele wird exemplarisch ein Wochenplan abgebildet, der sich am Ende der vierten Jahrgangsstufe zur Wiederholung der Sprache-untersuchen-Inhalte anbietet. Hier sind auch andere Spiele aufgenommen. Sie werden entsprechend gekennzeichnet.
Adjektive
- Adjektive steigern (Word)
- Klappbüchlein (Word)
- Gegensätze (Word)
Wortfeld
- Quartett (word)
- Zuordnungsspiel (Word)
- Kuckucksei (Word)
Satzglieder
- Wörterschachtel (Word)
- 3 gewinnt (Word)
- Bingo (Word)
.
Verben
- Klammerkarten (Word)
- Zeitenpaarspiel (Word)
- Wortschlange (Word)
(c) Cordula Atzhorn
Nur für den schulischen Gebrauch
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