1. Die Geschichte
Zunächst mussten wir uns natürlich eine spannende Geschichte ausdenken, die unser Drehbuch werden sollte. Dazu las uns das Parabol-Team einen Geschichtenanfang vor und unsere Aufgabe war, diese Geschichte fertig zu erzählen. Gemeinsam überlegten wir und diskutierten die verschiedensten Ideen bis unsere endgültige Geschichte endlich fertig war!
2. Zeichen von Kulissen und Darstellern
Dann ging es an die Arbeit, die vielen Ideen aus der Geschichte in bildhafte Figuren umzusetzen und tolle, passende Kulissen im DIN A3-Format zu gestalten. Dazu hatten wir viele verschiedene Farben Tonkarton, Filzstifte, Kleber und Schere zur Verfügung. Zunächst machten wir aber unsere Entwürfe auf Schmierpapier, diskutierten sie und setzten sie dann bestmöglich mit Tonpapier und Filzstiften um. Das Zeichen der verschiedenen Szenen und Figuren war sehr viel Arbeit, denn einige Figuren mussten wir mehrfach malen - zum Beispiel unsere Hauptperson Mukifug - mal liegt er in der Hängematte, mal läuft er, mal sieht man ihn von hinten ... . Hierbei mussten wir ganz genau darauf achten, dass die Figur immer genau gleich aussah! Und hier seht ihr die Arbeitsabläufe: Entwurf zeichnen - Entwurf perfekt umsetzen - Kulisse & Darsteller fertig stellen:
3. Filmaufnahme mit der Trickbox
Am zweiten Tag unseres Trickfilm-Projekts wurde es dann ernst! Das Parabol-Team kam mit der Trickbox - einem großen Holzkasten mit einem Loch oben drin. Zunächst wurde der Holzkasten, bestehend aus 4 einzelnen Brettern, aufgebaut, dann wurde die ganze Technik installiert. Oben auf die Holzbox kam die Videokamera, die durch das Loch nach unten auf den Boden der Trickbox filmt, rechts daneben kam ein Fernseher und ein Laptop zum Aufnehmen der Bilder und Überprüfen der gelegten Figuren.
Als alles fertig aufgebaut war, gab Klas vom Parabol-Medienzentrum erstmal eine Einführung, was überhaupt ein Trickfilm ist. Anschließend ging es an die Arbeit mit der Trickbox. Klas demonstrierte die Funktionsweise. Er legte 4 Stifte auf den unteren Boden der Trickbox, so dass sie im Aufnahmebereich der Kamera lagen. Dann wurde mit dem Laptop mit dem Programm I-Stop-Motion ein erstes Foto gemacht, was auf dem Laptop-Bildschirm erschien. Nun wurden die Bleistifte in der Trickbox leicht verschoben - diese Veränderung konnte man am Computermonitor und am Fernseher verfolgen. Am Computermonitor sah man sogar noch leicht transparent das vorherige Bild, um kontrollieren zu können, ob die Verschiebung der Bleistifte ok war. Nachdem wir Schüler eine Einführung in die Arbeit mit der Trickbox erhalten haben, ging es an die Animation der Geschichte. Es wurde die erste Kulisse auf den Boden der Trickbox aufgelegt und dazu kam unser Hauptdarsteller Muckifug. Muckifug stand an der Tür - die Hand am Knauf. Davon wurde am Laptop das erste Bild geschossen. Nun wurde Muckifug ein paar Millimeter nach links bewegt und dann das zweite Bild gemacht. Anschließend rückte Muckifug wieder etwas nach link und das 3. Bild folgte. Dieser Vorgang wiederholte sich, bis Muckifug an der Hängematte angekommen war - dazu waren 29 Aufnahmen nötig! Wir erkannten, was für ein wahnsinniger Aufwand es ist, einen Trickfilm zu erstellen!
So vergingen die folgenden Tage unseres Filmprojektes mit Animieren der ersten Szenen und mit dem Weitermalen von Kulissen und Darstellern.
Außerdem arbeiteten Schüler an der Titel-Findung, der Erstellung eines Abspanns und des Gestalten eines Titelbildes:
Am letzten Tag wurden zusätzlich auch noch die Ton- und Geräuscheaufnahmen gemacht. Dazu fand morgens zunächst ein kleiner Lesewettbewerb zur Verteilung der Rollen statt. Auch die Geräusche-Macher mussten bestimmt werden. Dann konnte es losgehen:
Filmpremiere mit Eltern, Geschwistern und Verwandten
Nachdem der Film dann endlich fertig war, konnte die große Filmpremiere kommen. Wir luden unsere Eltern, Geschwister und Verwandte um 19.00 Uhr in die Schule zum Premierenabend ein und waren selbst ganz gespannt, das Endprodukt nun auf großer Leinwand zu sehen.
Der Abend begann zunächst mit einer Bildershow, dann kam eine Begrüßung der Konrektorin Frau Hünnerkopf. Anschließend hielten Klassenlehrer Manfred Thomann und Lehrerin Julia Heres eine kurze Ansprache, gefolgt von einem 15-minütigen Making-Off-Film, den Frau Heres erstellt hatte, und der die einzelnen Arbeitsschritte genau erläuterte. Zum krönenden Abschluss wurde dann der Film "Aufregung im Zwergenland" gezeigt. Alle 180 Zuschauer waren so begeistert, dass er gleich ein zweites Mal gezeigt wurde. Absolutes Highlight des Abends war noch der Besuch des Medienpädagogen Klaus Lutz, der verkündete, dass der Film zu den Siegerfilmen Bayern gehört und somit am 30.5. im Cineworld-Kino in Dettelbach auf Großleinwand gezeigt werde. Zum Abschluss des gelungenen Premiere-Abends bekam jedes Kind noch eine DVD mit allen Fotos, dem Film und dem Making-Off.
Artikel und Bilder: Julia Heres
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